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Presseinfo 04/2017

Foto: Henrik Bruns, Redaktion ALLER REPORT / WESER REPORT

Mehr Platz, weniger Lärm

Lange genug mussten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Achim mit viel zu wenig Platz klar kommen. Nun entsteht auf dem Gelände an der Autobahn eine neue Rettungswache für 2,4 Millionen Euro. 

Achim. Noch stehen erst ein paar Wände. Aber wenn die neue Rettungswache, die derzeit in Achim auf dem Gelände des jetzigen Domizils entsteht, im Frühjahr 2018 fertig sein soll, werden Fenster mit dem höchsten Lärmschutzgrad die Rettungsdienstler vor Lärm schützen. Und da es eine interne Belüftungsanlage geben wird, müssen sie nicht mal diese Fenster öffnen, um an Frischluft zu gelangen. Das alles und noch viel mehr gibt es für 2,45 Millionen Euro, die der Landkreis Verden in die Achimer Rettungswache investiert. Aber wie wichtig der Lärmschutz auf dem Gelände direkt an der Autobahn 27 ist, hat die Grundsteinlegung am Freitagnachmittag gezeigt.

Denn Landrat Peter Bohlmann und Architekt Hans Jürgen Hartmann hatten sichtlich Mühe, gegen den Lärm von der Autobahn anzureden. Und als wäre der nicht genug, hatten zwei Bauarbeiter gar nicht eingesehen, wegen des festlichen Aktes eine Pause einzulegen. Wobei einer von ihnen ein Missionsziel verfolgte und Landrat Bohlmann schließlich eine Schubkarre voll mit Zement parat gestellt hatte. "Danke für die Mischung", sagte Bohlmann, nachdem er, als hätte er nie etwas anderes gemacht, geschickt die Kapsel in die Wand eingemauert hatte. Zunächst aber wurde ihm dafür eine sehr kleine Kelle in die Hand gedrückt. "Ruft zu Hause an, dass ich später komme", feixte er und erhielt prompt größeres Werkzeug.

Nachdem die Kapsel. die den Kreistagsbeschluss zum Bau der Rettungswache sowie einige Bauzeichnungen enthält, in der Wand verschwunden war, ging es für die Gäste vom Landkreis Verden, der Feuerwehr und von Deutschen roten Kreuz, das den Rettungsdienst im Auftrag des Kreises übernimmt, noch zu einem Umtrunk in die bestehende Fahrzeughalle. Diese wird im Gegensatz zur aktuellen Rettungswache - ein viel zu kleines, ehemaliges Verwaltungsgebäude der Autobahnmeisterei - stehen bleiben und auf dem Dach mit einer Fotovoltaikanlage versehen. Auch Erdwärme soll künftig auf dem Areal an der Autobahn Verwendung finden, damit werden der Neubau und die Fahrzeughalle beheizt.

Viele Varianten diskutiert

Im April dieses Jahres hatten die Erdarbeiten begonnen, im März 2018 soll das neue zweistöckige Gebäude dann stehen. Und erst im Anschluss daran kann der Umzug vom aktuellen ins neue Domizil erfolgen - und erst danach kann das veraltete Haus dem Erdboden gleichgemacht werden. Wenn alles planmäßig läuft und das Wetter mitspielt, ist im Mai nächsten Jahres alles fertig. Nach einer langen Vorlaufzeit, wie Bohlmann erwähnte. "Wir haben das Areal in den letzten zehn Jahren zum rettungszentrum Nord ausgebaut", fasst er zusammen. Architekt Hartmann wurde da schon genauer. "Ursprünglich gab es 2010 die Idee, die jetzige Rettungswache zu erweitern", sagte er. Da seien 60 000 bis 70 000 Euro angedacht gewesen, jetzt steht laut Hartmann die nunmehr zwölfte Variante zur Realisierung an und der Kreis ist bei mehr als 2,4 Millionen Euro angekommen. "Bei diesen zwölf varianten gab es auch noch diverse Untervarianten", blickte Hartmann auf die Planung zurück, an der die Feuerwehr und das Rote Kreuz beteiligt waren.

Die neue Rettungswache, die für Achim und Oyten zuständig ist, wird aus drei Komponenten bestehen. Da wären die Unterkünfte für die Rettungsdienstmitarbeiter nebst Sozialräumen, Ruheräumen, Sanitärbereich, Hygiene-Bereich, Umkleiden, Küche und Büro. Außerdem neue Fahrzeughallen samt Materiallager, Desinfektionsraum und fahrzeugwaschhalle sowie ein Schulungsraum mit kleiner Teeküche und sanitären Einrichtungen, den die benachbarte Achimer Feuerwehr mitnutzen wird.

Quelle: www.weser-kurier.de/region/achimer-kurier_artikel,-mehr-platz-weniger-laerm-_arid,1617004.html